Was du dir von Aesop abschauen kannst

Mit drei Tricks wurde ein kleiner Friseurladen weltberühmt – und du kannst sie dir abschauen

Vorhin auf dem Heimweg vom Mittagessen sind wir wieder mal bei Aesop vorbeigekommen. Die australische Kosmetikmarke ist eines unserer liebsten Beispiele für gute Positionierung – und gutes Branding.

Aesop verkauft Seife für das Zehn- und Zwanzigfache üblicher Preise.

Flüssige Handseife kostet hier gute dreißig Euro.

Angefangen hat die Story von Aesop mit einem Friseur in Melbourne, der etwas gegen den scharfen Geruch von Ammoniak beim Haarefärben tun wollte.

 Dazu hat er natürliche Öle von Lavendel und Salbei unter die Produkte gemischt.

Kam bei den Kundinnen super an, weshalb er sich mit einem Chemiker zusammengetan und eigene Rezepturen entwickelt hat. Dann kamen Cremes dazu. Bald hat der Friseur mit dem Haareschneiden aufgehört und seinen ersten Kosmetikladen aufgemacht… der Rest ist bekannt.

Heute ist Aesop eine weltumspannende Marke mit über zweihundert Läden – und einem Jahresumsatz von 270 Millionen Dollar.

„Aesop will nicht alles für alle anbieten. Die Marke hat von Anfang an auf eine spitze Zielgruppe gesetzt.“

Wie hat Aesop das geschafft (und was kannst du draus lernen)?

1. Erfolgreiche Marken haben eine klare Zielgruppe

“Aesop ist nicht für jeden“, sagt Firmenchef Michael O’Keeffe.

Das Unternehmen hat von Anfang an auf eine klare Zielgruppe gesetzt: Es will da hin, „wo Kreative leben, Designer, Schriftsteller, Architekten“. Trendsetter, in anderen Worten.

Deshalb macht Aesop seine Läden nicht in Einkaufszentren auf, sondern in den teuersten Lagen internationaler Großstädte – wie in der Alten Schönhauser Straße in Berlin. Und deshalb setzen sie Preise an, die sich (haha, Wortspiel) gewaschen haben.

2. Erfolgreiche Marken haben einen wiedererkennbaren Look

Aesop hat von Anfang an auf ein besonderes und hochwertiges Design gesetzt. Schlichte braune Flaschen, die an Apothekenbehälter erinnern. Klar designte Etiketten ohne Chichi. Die puristische Einrichtung der Läden, in denen immer ein Waschbecken im Mittelpunkt steht – Aesop überlässt nichts dem Zufall und weicht niemals von seiner Corporate Identity ab.

Und auch wenn jeder Aesop-Laden weltweit von einem anderen Einrichter gestaltet wird und sich stilistisch an der jeweiligen Stadt orientiert: Das grundsätzliche Design bleibt immer gleich.

 

Wenn du nur eine Sache von Aesop kopieren willst, dann...

Bleib bei einem Look. Ein wiedererkennbares, professionelles Design hilft dir, deine Botschaft zu transportieren – und deine Erfahrung zu verkaufen.

3. Erfolgreiche Marken verkaufen ein Gefühl

Wer zu Aesop geht, kauft nur vordergründig Seife oder Rasiercreme. Beides gibt es im Drogeriemarkt in gleicher Qualität, für ein Zehntel des Preises.

Wer zu Aesop geht, kauft ein Gefühl.

In diesem Fall das Gefühl von Ruhe, von Reinheit, von Moral.

Angefangen beim Namen, der unbewusst vermittelt, dass man auf der „guten“ moralischen Seite steht (Äsop war ein griechischer Dichter, der in jeder seiner Fabeln eine Moral fürs Leben vermittelt hat).

Über die Läden, die so schlicht und Ruhe gebietend gestaltet sind, dass man unwillkürlich leiser spricht. Weil man sich wie in einem Meditationsraum oder Tempel fühlt.

Bis hin zu den Produkten, die man an Ort und Stelle ausprobieren darf.

Aesop lädt dich dazu ein und zelebriert ein Waschritual für dich.

Und wenn die Mitarbeiterin (wir würden sie niemals Verkäuferin nennen) dir bedächtig einen Klecks dieser wertvollen Seife auf die Hand setzt und langsam das Wasser über deine Hände rinnen lässt… dann wäschst du nicht bloß den Schmutz der Straße, sondern im Grunde des ganzen Lebens von dir ab.

Aesop beschert dir ein Erlebnis.

Ein Erlebnis, das Gefühle in dir auslöst – das Gefühl von Ruhe, Klarheit, Reinheit… und davon willst du mehr.

Deshalb kaufst du bei Aesop.

Du willst das Gefühl, das mit der Marke verbunden ist.

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