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Nischiger wird’s nicht mehr

Als wir vor zwanzig Jahren nach Berlin gekommen sind, war Berlin das Mekka der Kreativen. Menschen wir uns hat die Stadt magnetisch angezogen: Menschen, die Magazin, Zeitung, Werbung, Film, Theater und Mode gemacht haben. Die fotografieren, inszenieren, malen, gestalten, schreiben, proben und probieren, etwas Neues wagen wollten.

Hier, in Berlin-Mitte, brannte die Luft vor Kreativität 😀

Heute, sagen alle, herrscht hier der Kommerz. Ein Flagship Store neben dem anderen, drei Dutzend Sneaker-Läden, in denen das Paar 300 Euro kostet, und mittendrin der Edel-Immobilienmakler Engel & Völkers.

Dabei gibt es hier auch sehr viele Läden, für die man sehr kreativ sein muss. Angebote, die man sich eigentlich gar nicht ausdenken kann. Jedes Mal, wenn wir durch unseren Kiez gehen, fallen uns neue, sehr „spitze“ Geschäftsideen auf.

Wir stellen dir heute mal drei davon vor:

Angel Cabs – Öko-Kinderwagen für Besserverdienende

Haben zwei Brüder aus dem fränkischen Engelthal gegründet, weil ihnen aufgefallen war, dass die meisten Kinderwagen bei „Stiftung Warentest“ ganz mies abgeschnitten haben. Wie bekommt man das besser hin, fragten sich Luis und Vinzent Karger. Und entwickelten einen Kinderwagen, der strengste Öko- und Qualitätsrichtlinien erfüllt, von Handwerksbetrieben in der Umgebung gefertigt wird und einfach zu handhaben ist.

Die Retrokörbe aus Rattangeflecht kommen aus dem fränkischen Lichtenfels, das Schafschurwollflies aus Dinkelsbühl, die Stoffe werden in Gefrees genäht.  Alles schön „Made in Franken“ – und verkauft bis nach Japan. Kostenpunkt: 900 Euro aufwärts, gern auch 1.600 Euro oder mehr. Lieferzeit drei Monate. Schon nach drei Jahren machten die Brüder mehrere Millionen Euro Umsatz mit ihren AngelCabs.

(Vom Showroom am Prenzlauer Berg sind es drei Minuten Fußweg zu unserem Allzeit-Lieblings-Positionierungsbeispiel, dem Kinderdentist.)

„Trau dich, wenn du eine gute Idee hast – nimm sie und mach was draus, bevor es Andere tun!“

Leogant – ganzheitliche Wasserveredelung für den Individualisten

„Be Water My Friend“, ruft das Wasserfiltersystem Leogant einem auf der gentrifizierten Linienstraße zu. Wobei Leogant keine schnöden Wasserfilter verkauft, sondern sich als Kreativagentur für naturnahe Wasserveredelung versteht.

Die Idee dahinter? Unser Körper besteht auf Molekülebene zu 99 Prozent aus Wasser – wenn wir verstehen, „wie das Wasser funktioniert und die physikalische Ebene mehr Beachtung findet“, können wir 99 Prozent unseres Körpers verstehen. Und ihm mit einem individuellen Quooker entsprechend Gutes tun.

Ausgedacht hat sich das der Münchner Thomas Hartwig, der sich schon im Abi auf Chemie und Physik konzentriert hatte – und der immer überlegt hat, wieso das klare Bergwasser beim Wandern in der Schweiz soviel besser schmeckt als das Leitungswasser daheim. Deshalb kreiert er jetzt „innovative Konzepte zur naturnahen Wasserveredelung“, die bei 900 Euro anfangen und bei 6.000 Euro nicht Halt machen.

Promis wie Jasmin Gerat, André Schürrle und Mario Götze, Unternehmen wie adidas, BeCycle und Klarna, die Craft-Brauer von Brlo, der Urban Sports Club und Veganz verwenden gereinigtes Wasser von Leogant.

Kleine Nischen kommen oft groß raus

Es gibt für so ziemlich alles eine Zielgruppe und einen Markt. Hier im „Bullerbü der Besseraussehenden“, wie der Reporter Dirk Gieselmann unser Viertel ironisch nennt, gehen auch Angebote wie AngelCab und Leogant durch: Hier haben die Menschen überdurchschnittlich viele Kinder, ernähren sich überdurchschnittlich gesund und verdienen überdurchschnittlich gut. Bereits zwei Kilometer weiter, in Kreuzberg und Neukölln, würden sich Wasserfilter für sechstausend Euro vermutlich nicht lange auf dem Markt halten.

Brammibal's – Donuts für Veganer

Okay, vegane Backwaren in Berlin – nicht neu. Donuts in Berlin – auch nicht neu. Aber: Handgemachte, nachhaltige, vegane Donuts? Bingo! Damit hat ein Berliner Paar vor wenigen Jahren eine Nische besetzt.

Jessica Jeworutzki und Bram van Montfort brachten gerne was Selbstgebackenes mit, wenn sie bei Freunden eingeladen waren. Genauer gesagt etwas vegan Selbstgebackenes, weil sie sich selbst ohne tierische Lebensmittel ernähren. Eines Tages waren das vegane Donuts. Und führte in der Runde zur Frage, wieso es in Deutschland und eigentlich ganz Europa – anders als in den USA – keine veganen Donuts zu kaufen gab.

Jessica und Bram probierten also mal, ihre Donuts auf Wochenmärkten in Berlin zu verkaufen. Und das schlug ein „wie eine Bombe“, wie sie in einem Interview mit dem KaDeWe später sagten – also nämlich auch das Nobelkaufhaus ihre Donuts ins Sortiment aufnahm.

Inzwischen gibt es Brammibal’s Donuts sechs Mal in Berlin, unter Anderem bei uns ums Eck, in der Rosa-Luxemburg-Straße. Da bekommst du Klassiker wie Cinnamon Sugar und Lemon Poppyseed, monatlich wechselnde Specials wie den Bienenstich-Donut und immer einen „Charity Donut“ – bei dem spenden die Brammibals einen Euro vom Verkaufspreis an eine gemeinnützige Organisation. Weitere Niederlassungen, auch in anderen Städten – geplant.

(Von Brammibal’s am Alex sind es zu Fuß keine zehn Minuten zu Leogant, dem kreativen Wasserbereiter.)

P.S. Wir haben keine Kinder, verdienen eher durchschnittlich gut, essen auch mal Fischstäbchen und Rote Grütze (so richtig, mit Zucker) und fallen damit voll durchs Raster. Wir sind trotzdem gerne hier, falls du dich fragst 🙂

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