Unsere Schreibtipps – diesmal: Halte deine Sätze kurz

Wie du mit einer ganz einfachen Regel genau die richtige Satzlänge triffst

Lass es uns kurz machen.

Lange Sätze sind anstrengend.

Und das war schon vor Social Media so.

Wenn du gut schreiben willst, fasse dich kurz.

Und das gilt erst recht, wenn das Thema kompliziert und schwierig ist.

Dann gilt der alte Spruch: Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es selbst nicht gut genug verstanden. (Oder hörst dir einfach gerne selbst beim Schwafeln zu.)

„Plappern macht Spaß – einem Plapperer zuzuhören macht keinen.“

– Wolf Schneider

Unter guten Schreibern gilt schon immer die Regel, dass ein Satz nicht länger als 12, 13, höchstens 15 Wörter sein solle.

Also sehr viel kürzer als dieser Satz mit fünfzig Wörtern, in dem ich zum Beispiel mal steckengeblieben bin:

„Spätestens mit der Burg Ockenfels kurz vor Linz, Schloss Arenfels oberhalb von Bad Hönningen und der Burgruine Hammerstein unweit von Leutesdorf nimmt dann auch die Burgen-, Burgruinen- und Schlösserdichte deutlich an Fahrt auf, ohne die die als Gegenentwurf zur aufkommenden Industrialisierung raue und wilde Natur beschwörende Rheinromantik nicht denkbar wäre.“

Spätestens, als die Schlösserdichte „an Fahrt aufgenommen hat“, also anscheinend schneller geworden ist, hatte ich den Faden verloren.

Ein Versuch, es zu kürzen, wäre so:

„Ockenfels, Adenfels und Hammerstein: Nun liegen immer mehr Burgen, Ruinen und Schlösser auf unserem Weg. Sie sind charakteristisch für die Rheinromantik – raue und wilde Natur als Gegenentwurf zur Industrialisierung.“

Du merkst selbst, ob dein Satz zu lang ist, wenn du ihn laut sprichst.

Wenn dir zwischendrin die Puste ausgeht, mach mehrere Sätze draus. Benutze Doppelpunkte. Gedankenstriche. Oder streich einfach was raus – viele Texte sind künstlich aufgebläht.

Die einfachste und beste Empfehlung, die ich kenne, kommt von Wolf Schneider. Er hat an der Hamburger Journalistenschule jahrzehntelang die besten Schreiber des Landes ausgebildet und ist als „Sprachpapst“ bekannt. (Eine seiner wichtigsten Empfehlungen? Liest du hier.)

Schneider sagt auf die Frage, wie lang ein Satz sein darf:

So lang ihn unser Atem trägt.

Happy typing

deine

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