Helena Rubinstein – unerschrocken zum Imperium

Wie die Unternehmerin sich inszenierte und mit ihren Cremes eine Weltmarke schuf

Helena Rubinstein nahm es mit der Wahrheit nicht so genau.

Sie machte sich jünger, als sie war.

Und sie hieß gar nicht Helena.

Ihr richtiger Name war Chaja Rubinstein, sie kam aus einer jüdischen Familie in einem Krakauer Ghetto.

Sie verkaufte Creme, die aus Wollwachs und ein paar Kräutern bestand, als exklusives Schönheitsgeheimnis.

Valaze nannte sie die Creme, die sie mit Mitte 20 in Australien herzustellen begann – nachdem sie ihre Familie und den europäischen Kontinent verlassen hatte, um ihrer Verheiratung zu entgehen.

Valaze, das sei Ungarisch und heiße „Geschenk des Himmels“, erzählte sie ihren Kundinnen. Das glaubten die australischen Bäuerinnen mit der sonnengegerbten Haut der hellhäutigen Helena gern. Dabei gibt es das Wort gar nicht.

Sie ließ sich „Madame“ nennen.

Warum?

Weil Kosmetik damals noch keine Massenware war. Sondern eine sehr kleine Luxusbranche, die in Frankreich angesiedelt war.

Deshalb nannte sich Helena Rubinstein Madame.

Um sich und ihrer Marke einen elitären, französischen Touch zu verleihen.

Sie ließ sich im weißen Kittel in einem Labor fotografieren.

Als ob ihre Produkte auf wissenschaftlicher Forschung beruhten. Oder ihre Wirkung wissenschaftlich erwiesen sei.

Lange, lange, lange vor Kiehl’s, Aesop und ähnlichen „Apothekermarken“… hat Helena Rubinstein diesen Trick draufgehabt.

Wollen wir damit sagen, dass du lügen sollst, um dich besser zu verkaufen?

Auf keinen Fall.

Aber – „wenn du Wirklichkeit willst, dann fahr Bus!“, wie Starfotograf David LaChapelle sagt.

Für dich und deine Marke bedeutet das: Mach dir Gedanken drüber, welche Geschichte du den Menschen erzählen willst.

Die blasse Realität verkauft sich nicht gut.

Helena Rubinstein wäre im Dezember 150 Jahre alt geworden.

Sie gilt als Begründerin der Kosmetikindustrie. Als Erfinderin der Luxusmarken. Und als eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen aller Zeiten.

Als sie 1965 starb, hatte sie rund 30.000 Mitarbeiter in aller Welt und ein Privatvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar.

Cheers.

P.S. Die Harvard Business School hat einen super interessanten Podcast darüber, was für ein Marketinggenie diese Frau war. (Dauert zwanzig Minuten, findest du hier.)

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