Bullshit Buzzwords bekommst du bei uns nicht

Funnel, Leads & Co. – zehn Buzzwords, die einen verrückt machen

Buyer Persona, Leads, Customer Centricity... echt jetzt? Wir reden lieber von netten Kunden – und wie du ihnen helfen kannst

Inhalt

Eine unserer häufigsten Beschäftigungen in der Agentur war Bullshit Bingo – mit den beliebtesten Marketing Buzzwords:

Buyer Persona, Conversion, Customer Centricity, Funnel, Leads

Manchmal hatten wir in den Agenturmeetings vor lauter Bullshit schon nach einem Satz den Faden verloren.

Emotional Benefit, Reason Why, ROI, USP

Puh… anstrengend.

Das ist eine Sprache, die wir nicht sprechen wollen.

Wir reden lieber drüber, was das Besondere an deinem Angebot ist. (Und nicht, wie du deinen USP definierst.)

Wir wollen wissen, wofür du dich so sehr begeisterst, dass du dich die nächsten Jahre damit beschäftigen magst. (Und nicht, was dein Reason Why sein könnte.)

Wir wollen, dass du rausgehst und zeigst, was du kannst – statt Sales Funnels zu bauen.

Hier eine Sammlung der schlimmsten Buzzwords (und wieso du sie bei uns nicht bekommst):

Buzzwords #1 – Buyer Persona

Gehört zu den beliebtesten Buzzwords. Denken sich Marketingabteilungen aus, weil sie ihre Kunden nicht wirklich kennen.

Wenn die Marktforschung ergeben hat, dass „Frauen zwischen 30 und 40 mit mittlerem Einkommen in Kleinstädten“ die passende Zielgruppe für ein Produkt sind, zoomen die Marketingexperten in diese Gruppe hinein und malen das Bild von einer bestimmten Kundin innerhalb dieser Zielgruppe, die Buyer Persona, um das Angebot dann auf diese Frau zuzuschneiden.

Problem? Die Persona ist ja leider ausgedacht – und zwar so, wie sie in den Köpfen der Unternehmen aussieht.

Deshalb hängen bei uns keine erfundenen Buyer Personas an der Wand.

Sondern Fotos von Nicole, Christa, Antonella… Fotos von den Menschen, mit denen wir tatsächlich arbeiten.

Sie haben wir vor Augen, wenn wir über unsere Angebote nachdenken.

Probier mal aus – Fotos von deinen echten Kunden über’m Schreibtisch können mega hilfreich sein, wenn du deine Website überarbeitest, an deinem Angebot feilst oder einen Newsletter schreibst.

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Buzzwords #2 – Content Marketing

Haben Lukas Kircher und Rainer Burkhardt in Deutschland groß gemacht, unsere früheren Chefs. Ist eine Marketingstrategie, die auf Inhalte setzt.

Also: Statt einem Werbeprospekt mit Preisschild („Kauf mich“) hast du beim Content Marketing informative, lustige oder unterhaltsame und nützliche Inhalte um das Produkt herum.

Ein gutes Beispiel für Content Marketing ist das Magazin „Turn On“ von Saturn (das von KircherBurkhardt kommt).

Oder ASOS, bei denen Magazin und Shop nahtlos ineinander übergehen.

Als Pionier des Content Marketing gilt der französische Reifenhersteller Michelin. Die Brüder André und Édouard Michelin haben vor mehr als hundert Jahren überlegt, wie sie ihr Geschäft ankurbeln könnten.

Statt plump Werbung für ihre Reifen zu drucken hatten sie die geniale Idee, ein Buch zu schreiben, voll mit nützlichen Infos: Wie man Reifen wechselt, wo man sein Auto auftanken kann, wo man sich unterwegs stärken kann.

So entstand – nebenbei und ungeplant – der „Guide Rouge de Michelin“, der Feinschmeckerführer. Und Michelin wurde weltberühmt.

Weil das Internet in einem fort mit neuem Content geflutet wird, wird es allerdings immer schwieriger, mit Inhalten aufzufallen. Herauszustechen. In Erinnerung zu bleiben.

Es gibt allein in Deutschland mehr als 17 Millionen Websites. Und viele davon sind deine Konkurrenz.

Deshalb sind gute Inhalte das A und O für dein Business.

>> Lesetipp: Was du dir von der Positionierungsstrategie erfolgreicher Marken abschauen kannst

"Wir sprechen lieber von Dingen, unter denen du dir was vorstellen kannst – wie zufriedene Kunden, die dich gern weiterempfehlen."

Buzzwords #3 – Customer Centricity

Bedeutet ganz einfach, dass der Kunde im Mittelpunkt steht. Und ist schon lange bekannt als: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Wir nennen es „deine Kunden verstehen“. Wir wollen herausfinden, was sie brauchen – und vor allem, was sie wollen.

Womit kannst du anderen Menschen helfen? Welches Verlangen haben sie?

Und wofür sind sie wirklich bereit, Geld auszugeben? Das ist das Wichtigste, wenn deine Arbeit kein Hobby sein soll.

>> Lesetipp: So geht Kundenorientierung

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Und noch ein Buzzword – #4, der Funnel

Funnel heißt auf deutsch Trichter – und wir fanden es schon immer eine abstoßende Vorstellung, Menschen in einen Trichter zu drücken. 
 
Genau darum geht es nämlich beim Funnel (gern in Kombinationen wie Sales Funnel oder Conversion Funnel): Oben sollen möglichst viele Menschen in deinen Trichter rein, die doch noch nicht kennen – zum Beispiel, wenn sie auf Social Media oder durch Anzeigen auf dich aufmerksam werden. 
 
>> Lesetipp: Die goldenen Regeln des Copy Writing
 
Und dann werden sie da durchgeschleust, bekommen deinen Newsletter, vielleicht weitere Anzeigen (du merkst schon, der Trichter wird enger)… und schlussendlich, an der engsten Stelle, tadaah – spuckt der Trichter diejenigen aus, die dich jetzt gut finden und deine Kunden werden. Bei dir kaufen.
 
Das ist der klassische Sales Funnel
 
Schlimm, oder?
 
Übrigens noch getoppt durch TOFU (top of funnel = oben, am Beginn der Reise durch den Trichter), MOFU (middle of funnel) und BOFU (bottom of funnel). Kein Scheiß.

Buzzword #5 – Kundengewinnung

Ein Lieblingsbegriff der nassforschen Marketingberater, die auch von –> passivem Einkommen und Prozessautomatisierung faseln.
 
Kundengewinnung – denkst du da nicht auch sofort an ein Erdkunde-Referat über die Gewinnung von Kupfer oder Eisenerz? Als ob Kunden irgendein Material seien, das man abbauen, schürfen, maschinell bearbeiten muss?
 
Dabei geht es doch genau anders: Um Kunden „zu gewinnen“, musst du dich erstmal ins Zeug legen. Musst Menschen überhaupt erstmal auf dich aufmerksam machen. Ihnen zeigen, dass du was von deinem Thema verstehst, dass du ihnen helfen kannst, eine Lösung hast, die sie weiterbringt. Dich als Expertin behaupten – und durch deine Kompetenz überzeugen. 
 
So dass Menschen, die irgendwann und irgendwo mal auf dich aufmerksam geworden sind, dich besser kennenlernen, dir vertrauen, dich bestenfalls mögen – und deshalb mit dir arbeiten, von dir kaufen wollen.   
 
„Kundengewinnung automatisieren“ mag für manche verlockend klingen, lässt aus unserer Sicht aber den wesentlichen Teil aus – nämlich Menschen tatsächlich als Kunden zu gewinnen, indem du gute Arbeit erbringst und ihnen weiterhilfst.

Buzzwords #6 – Lead

Leads ist eines der schlimmsten Buzzwords, die wir kennen. Wer hat sich das ausgedacht?

Mit Leads sind Menschen gemeint.

Deine Kontakte.

Menschen, mit denen du schon irgendwie in Verbindung bist. Die dir zum Beispiel auf einem Social Media-Kanal folgen, die ein Whitepaper von dir runtergeladen oder die Informationen bei dir angefordert haben.

Von denen du vielleicht einen Namen weisst, eine Telefonnummer hast, die Email-Adresse kennst.

Das, was man früher „Kontakte“ genannt hat (auch kein schönes Wort, aber immer noch besser als Leads.)

Es sind mehr als anonyme Besucher deiner Website, die einfach wieder verschwinden, ohne dass du was von ihnen weißt.

Und weniger als Kunden, die dich schon gut kennen und bereit sind, bei dir zu kaufen.

Es sind Menschen, die sich grundsätzlich für dein Angebot interessieren und zu deinen Kunden werden könnten – wenn sie das Gefühl haben, dass du ihnen was bringst, ihnen helfen kannst. Siehe –> Customer Centricity.

Eine Beispiele für Buzzwords

Buzzwords #7 – Passives Einkommen

Passives Einkommen – Lustige Erfindung von unseriösen Marketingberatern, die dir einreden wollen, dass du Geld verdienen kannst, ohne einen Finger dafür zu rühren.
 
Klingt natürlich verlockend – wer wollte das nicht!? 
 
Sache ist: Geld verdienst du, indem du was verkaufst. Eine Beratung, eine Dienstleistung, ein E-Book, einen Kurs… was auch immer.
 
Du brauchst ein Angebot. Und du brauchst die „Verkoofe“ dafür: Erstmal müssen Menschen wissen, dass es dich gibt, dann müssen sie neugierig werden auf dich, dich und dein Angebot kennenlernen. 
 
>> Lesetipp: Sichtbar werden bei Google – geht auch ohne SEO-Agentur
 
Und dann müssen Menschen dir vertrauen. Alte Marketingregel: „People do business with people they know, like and trust.“
 
Wenn du jemanden kennenlernst, machst du auch nicht beim ersten Date einen Heiratsantrag. 
 
Und dieses Kennenlernen, „Warmwerden“… ist halt so gar nicht passiv. Da musst du dich erstmal ganz schön aktiv reinhängen.
 
Sichtbar werden, zeigen, was du zu bieten hast, und was das deinen Kundinnen bringt, kleine Kostproben deines Könnens geben… Vertrauen aufbauen… das kostet Zeit. Aber die ist gut investiert, versprochen!
 
>> Eine der besten Methoden, um Vertrauen aufzubauen, ist ein  Newsletter – hier liest du 7 gute Gründe, deinen eigenen Newsletter zu erstellen
 
Und dann, ja – dann kann es tatsächlich sein, dass Menschen nachts um Drei dein E-Book oder deinen Online-Kurs kaufen, während du schläfst. Dann hast du „passives“ Einkommen. Aber der Weg dahin… glaub uns – der ist erstmal aktiv.

Noch ein Klassiker des Bullshit Bingo: #8 – Relevanz

Relevant ist ein Fremdwort aus dem Lateinischen und bedeutet ganz einfach „wichtig“, „bedeutsam“.

Gehört zu den ganz großen Buzzwords – in Agenturen wird nur so damit um sich geworfen.

Warum, haben wir nie verstanden. Denn wenn man einen Inhalt nicht für wichtig hält – würde man ihn doch gar nicht machen, oder?

„Wir sprechen die relevante Zielgruppe an mit relevanten Inhalten“ – äh?

Ja klar willst du keine irrelevante Zielgruppe ansprechen, was soll der Mist?

Bye-bye, „relevant“, du bist kein relevantes Wort für uns.

Buzzwords #9 – Return On Investment (ROI)

Heisst, dass hinten mehr rauskommen soll, als man vorne reingesteckt hat.

Wenn du etwa Geld in ein Personal Brand Shooting investierst, tust du das, damit du auf deiner Website professionell und sympathisch rüberkommst, genau die passenden Kunden anziehst und vielleicht auch deine Preise erhöhen kannst. Sprich: damit du deinen Umsatz erhöhst.

Wenn deine Kunden in ein Coaching bei dir investieren, dich für einen Workshop buchen oder dir ein Mandat anvertrauen, wollen sie auch etwas rausbekommen.

Unsere Erfahrung ist: Am meisten bringen gute Inhalte. 

Mit guten Inhalten machst du dir einen Namen als Expertin.

Zeigst deine Expertise.

Wirst glaubwürdig.

(Deine Besucherinnen, Follower, Leserinnen bekommen dadurch einen Eindruck, wie du bist, was du kannst, wofür du stehst – und wofür nicht).

>> Lesetipp: In 7 Schritten zur Idee für dein Online-Business

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Buzzwords #10 – Unique Selling Proposition (USP)

Das sogenannte Alleinstellungsmerkmal. Also: Was spricht ausgerechnet für dich, wenn der Kunde zwischen mehreren Anbietern wählen kann? Womit hebst du dich von ähnlichen Anbietern ab?

Klassische „Alleinstellungsmerkmale“ sind: Es geht besonders schnell, ist besonders günstig (wie Aldi) oder besonders teuer (wie Rolex).

Es gibt nur eine bestimmte Menge davon. Es gibt eine ganz kleine Auswahl (wie beim Matratzenhersteller Casper). Eine große Auswahl. Eine Auswahl, die man individuell zusammenstellen kann (wie MyMüsli).

Das Angebot ist besonders umweltfreundlich/sozialverträglich/fair/vegan oder Ähnliches.

Auch ein besonders langes Rückgaberecht (wie bei IKEA) oder herausragender Service (wie bei Carglas) können ein USP sein.

>> A propos IKEA – die Schweden sind eines der besten Beispiel für ein erfolgreiches Mission Statement

Ein Gefühl – das Gefühl, bei dir richtig zu sein, das Gefühl, „ah, ja, die versteht mein Problem“ – stellt sich mit  Fachbegriffen wie USP nicht ein (übrigens mit keinem Begriff aus dem Marketing-Lexikon).

Deshalb sprechen wir lieber davon, was dich und dein Angebot besonders macht.

Wie aus deiner persönlichen Story, deinem Können und Wissen, deinen Erfahrungen und deiner Energie eine ganz eigene, individuelle Superpower wird. Und wie du das alles bestmöglich rüberbringst.

>> Lesetipp: So findest du deinen Wow-Faktor – 9 Arten, wie du dein Profil schärfen kannst

Last but not least: #11 – Wunschkunde

Genauso theoretisch wie Buyer Persona (siehe oben). Wunschkunde – klingt wie Wunschkonzert. Und wer soll das sein?

„People do business with people they know, like and trust” – der alte Marketing-Grundsatz, siehe oben, gilt ja auch in der verkürzten Form: Menschen machen Geschäfte mit Menschen.

Und wir finden, dass es genau darum geht. Wir arbeiten mit Menschen. Nicht mit Wunschkunden oder Idealkunden, mit Personas oder Zielgruppen. Sondern einfach mit Menschen.

Am liebsten mit Menschen, die was rocken wollen. Die Ideen haben, ein Business aufziehen, sich raustrauen. Die für etwas stehen, sich begeistern für ihr Business, gerne selbstständig sind. Und die wissen, dass sie mit ihrer Erfahrung, ihrem Können, ihrer Persönlichkeit einzigartig sind.

Lass uns wissen: Über welche Buzzwords raufst du dir die Haare? Welche Buzzwords langweilen dich? Schreib uns unten im Kommentar, wir sind gespannt 🙂

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